Kundenrezensionen 

Wenig brauchbar, erheblicher Umstellungsaufwand
2008-05-04Ich hab Office 2007 jetzt seit 10 Monaten in Gebrauch und hoffe daher, mir ein Urteil erlauben zu können. Da ich täglich damit arbeite, betrachte ich mich als Power-user.
Die neue Bedienoberfläche ist für jemanden, der das täglich intensiv nutzt, tatsächlich nicht schlechter als die alte. Bei einigen Aktionen spart man Zeit, diese Zeitersparnis wird aber durch andere Merkwürdigkeiten wieder aufgehoben. Allerdings suche ich auch nach langer Zeit oftmals eine bestimmte Funktion, die irgendwo in den "Kacheln" versteckt ist.
Seit Service Pack 1 sind die Programme einigermaßen brauchbar, vor SP1 waren die Fehler noch so zahlreich, dass die Verwendbarkeit stark eingeschränkt war.
Absolut unverständlich sind einige Funktionsverluste, so gibt es z.B. in Tabellen keine Schraffuren mehr als Hintergrund. Für jemand, der Business Charts mit Powerpoint in Tabellen erzeugen will, ist das fast ein KO-Kriterium. Warum MS das ausgebaut hat ist nicht nachvollziehbar.
Andere Funktionen (Farbverläufe, bedingte Formatierungen etc.) sind zwar viel leistungsfähiger geworden, allerdings in der Bedienung auch derartig kompliziert dass sie kaum noch anwendbar sind.
Mein Fazit: nach mehrmonatiger Umstellung einigermaßen brauchbar, aber immenser Umstellungaufwand und nach wie vor keine höhere Produktivität, da einzelne Bedienungsvorteile durch andere Nachteile aufgezehrt werden. Für den Nicht-Power-User keinesfalls zu empfehlen. Wenn ich heute nochmal wählen könnte würde ich Office 2003 kaufen, das war wesentlich besser.

Enttäuschend
2008-01-26Das neue Office 2007 zeigt für mich folgende Vor- und Nachteile:
+ Hübsche neue Oberfläche
+ Neue Muster, Dekors, Icons und andere Spielereien
++ In Excel neue Features wie bedingte Formatierung von beliebigen Zellbereichen mit vielfältigen Bedingungen - das ist wirklich ein großer Vorteil
+ Konverterierung in Office 2003-Format funktioniert ordentlich.
- Extrem gewöhnungsbedürftige Menüs, vor allem für Office-2003-Benutzer
- Logik der Lokalisierung einzelner Befehle ist nicht immer eingängig
- Zum Teil muß man sehr lange suchen, um bestimmte Befehle z.T. in Word zu finden. Der Vorteil verschließt sich mir völlig.
- Nicht voll abwärtskompatibel (hat Probleme mit einigen Office-2003-Dateien, z.B. in Excel)
- Abstürze bei komplexen Excel-Funktionen, z.B. Fehlerbalkendarstellung in mehreren Meßreihen
o Habe im Wesentlichen Word und Excel getestet. Powerpoint habe ich dann nicht mehr ausprobiert.
Fazit: Ich habe Office 2003 wieder reaktiviert und benutze Office 2007 nicht mehr. Für mich war es das Geld nicht wert, da mich das Programm zu viel Zeit kostet und dafür zu wenige neue Vorteile bietet. Ich glaube es wird lange dauern, bis im geschäftlichen Bereich auf diese Version umgestellt wird. Schade.

Für bisherige Office-2003-Nutzer eher nicht geeignet
2007-12-13Mit dem Erwerb eines neuen PCs bin ich im Mai 2007 auch auf Office 2007 umgestiegen, ohne mich darüber näher zu informieren.
Nach über 12 Jahren Office Erfahrung mit diversen Vorgängerversionen und problemloser Einarbeitung in Nachfolger kann ich jedem bisherigen Office-Nutzer nur von Office 2007 abraten: Die Änderungen an der Bedienerführung sind so weitreichend, dass sehr viel Zeit mit der Suche nach Funktionen verloren geht und auch nach Monaten die Nutzung nicht reibungslos oder intuitiv ist. Bisher direkt nebeneinander befindliche Funktionen sind in Office 2007 auf unterschiedliche Menüs verteilt (z.B. Zeilentrennung und Thesaurus).
In einer älteren Version erstellte Dokumente werden teilweise nicht mehr richtig dargestellt und darin definierte Formatvorlagen sind verloren.
Insgesamt ist der Sprung von Office 2003 auf 2007 deutlich größer als von Office 2003 auf Open-Office 2.3. Von Office-Neulingen habe ich jedoch überwiegend positive Rückmeldungen gehört. Office 2007 ServicePack1 soll nun Anfang Dezember 2007 zumindest die meisten Kompatibilitätsprobleme lösen - die Bedienung wird aber leider nicht verändert.
Deshalb mein Fazit: Für bisherige Office-Nutzer werden die Fortschritte durch einen zu hohen Zeitaufwand für die Umgewöhnung nicht aufgewogen.

Sinnlose Erneuerung!
2007-12-06Ein Produkt weiter zu entwickeln, welches Milliarden von Menschen bei der täglichen Arbeit einsetzen und auf welches ganze Personallegionen geschult wurden heißt, Nützliches und Sinnvolles hinzuzufügen, ohne die vertraute Umgebung zu zerstören. Microsoft hat leider das Pferd von unten aufgezeumt und ein Produkt geschaffen, welches sich optisch so weit von den Vorgängern entfernt, dass geringer qualifiziertes Personal eine komplette Neueinweisung benötigt (offensichtlich beabsichtigt!). Hingegen fehlen wichtige Verbesserungen, die selbst einige Freeware-Lösungen mitlerweile anbieten.
Ob sich die auf Tabs basierende Umgestaltung der Benutzeroberfläche produktivitätssteigernd auswirken wird, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Dass wichtige Funktionen aus den Vorgängerversionen an nahezu unauffindbaren Orten versteckt wurden, mutet darüber hinaus schon sehr befremdlich an.
Für den Gelegenheitstipper mag ja jetzt vieles einfacher wirken, Der Alltagsprofi schüttelt ob dieses Murkses einfach nur den Kopf!

Augen auf beim Eierkauf!
2007-11-17Ich besitze Office 2007 Professional seit Januar 2007. Ich habe es als Give-Away einer Veranstaltung von Microsoft erhalten. Da ich nicht nur Anwender, sondern auch Entwickler bin, schaue ich nicht nur auf die allgemeinen und offensichtlichen Features, sondern auch "hinter die Kulissen". Da ich mich in den letzten Monaten sehr intensiv mit dem neuen Office-Pakte beschäftigt habe - insbesondere mit PowerPoint 2007 - möchte ich einen kurzen Erfahrungsbericht zur Verfügung stellen und auf allgemeine (zum Teil haarsträubende) Probleme hinweisen:
Allgemeines:
Die von Microsoft vielgelobte neue "Ribbon UI" ist leider weder einheitlich implementiert noch ist sie für den "Power User" eine Erleichterung. Wer nicht konsequent mit der Tastatur arbeitet (was ich für den Normalfall halte) wird deutlich mehr Mauseinsatz zeigen müssen - für Laptop-Nutzer kein Vorteil, sondern ein Nachteil. Die Oberfläche und auch die Anwendungen selbst sind optimal auf 16:10 Displays ausgerichtet. Auf alten 4:3 Displays kommt es - je nach Auflösung - vor, dass man weniger Komfort in kauf nehmen muss - Beispiel: 2-Seiten-Ansicht in Word 2007.
Die neue Ribbon-UI gibt es nur in Word, Excel, PowerPoint und Access. Die anderen Anwendungen haben noch die alten CommandBars, wie sie aus Office 2003 bekannt sind. Ausnahme Outlook: Hier gibt es teilweise Ribbons. Insgesamt macht die Sache einen inkonsistenten und halbfertigen Eindruck.
Positive Neuerungen gibt es bei Word und Excel. Excel kann nun endlich (nahezu) beliebig viele Zeilen und Spalten anzeigen (wenngleich es dann ganz außerordentlich langsam wird und zum Absturz neigt). Negative Neuerungen gibt es insbesondere bei PowerPoint 2007: Kein Macro-Recorder mehr, massive Fehler in den Zeichenfunktionen und für Entwickler ist das PowerPoint 2007 zum Minenfeld geworden - an allen Ecken und Enden stößt man auf Fehler und nicht vorhandene Eingriffsmöglichkeiten. Access 2007 nutze ich nicht, da ich von dieser "Spielzeugdatenbank" nicht viel halte. Sie ist langsam, lässt keinen vernünftigen Multi-User-Betrieb zu und bietet auch sonst mehr Nachteile als Vorteile im professionellen Umfeld.
Kompatibilität:
Die Rückwärtskompatibilität ist insbesondere bei PowerPoint kaum mehr vorhanden. Das gilt sowohl für den Import alter Dateien als auch für den Export neuer Dateien. Formatierungen gehen verloren, Voreinstellungen lösen sich in Luft auf und manchmal lassen sich Elemente nicht mehr per Drag and Drop verschieben, da sie dann einfach vom Slide verschwinden. Bei Word und Excel verhält es sich etwas besser - aber auch da muss man zuweilen deutliche Abstriche machen. Wer versucht, ein übergroßes Spreadsheet mit mehreren hunderttausend Zeilen und vielen Spalten für ein altes Excel zu specihern, der fällt auf die Nase. Wer die neuen Smart-Arts in Word nutzt, der muss damit leben, dass sie sich in älteren Office-Versionen nicht mehr bearbeiten lassen. Linien in PowerPoint sind grundsätzlich Connectoren. Das bedeutet: Man kann eigentlich nicht mehr vernünftig gestalten. Manchmal schießen die Linien-Enden beim Zeichnen auch ins Nirvana. Das Aufrufen des KOntextmenüs für Objekte ist eine Art Lottospiel - das System, wann sie aufgehen udn wann nicht - habe ich auch nach mehreren Monaten noch nicht verstanden.
Das neue Outlook 2007 bringt in erster Linie ein paar Detailverbesserungen. Der große Wurf ist es aber noch nicht. In Umgebungen mit Exchange-Servern ist es deutlich schneller geworden - bei großen IMAP-Mailboxen ist es aber nach wie vor keine Alternative zu brauchbaren Mail-Anwendungen wie Thunderbrid & Co.
Entwicklersicht:
Ich arbeite als Entwickler hauptsächlich mit PowerPoint 2007 und entwickle dafür "Productivity-Tools" als Com-Addins. Die Liste der Mängel in PowerPoint 2007 füllt DIN A4 Seiten. Die Liste der Fehler ist bedenklich. Ribbons lassen sich zwar leicht erzeugen - jedoch lassen sich keine freien Tastatur-Kürzel definieren. Stattdessen sind das dann Kürzel wie ALT+Y+10 etc. Dynamische Anpassung der Ribbons, so wie es auch die Richtlinien von Microsoft vorsehen, ist nicht vorgesehen. Ereignisse von PowerPoint (z.B. Laden, Speichern etc.) werden nicht geliefert. Objektmanipulationen (z.B. einen Knoten in einem Freiform-Objekt) schlagen unter bestimmten Bedingungen fehl bzw. liefern bizarre Resultate. Etc. Objektbezogene Context-Menüs lassen sich nicht mehr manipulieren. Zum Teil sind die Fehler haarsträubend.
Interessanter Weise sieht die Situation bei Word und Excel deutlich besser aus. Dort gehen viele Dinge, die in PowerPoint nicht funktionieren und auch die Zahl der Fehler und Macken ist deutlich geringer. Outlook 2007 lässt sich auch ganz vernünftig erweitern und programmieren.
Empfehlung:
Unternehmen kann ich von der Einführung dieses Produktes auf Grund der Vielzahl der Mängel und Fehler nur abraten. Insbesondere dann, wenn häufig mit PowerPoint gearbeitet wird. Stattdessen sollte man erst einmal bei Office 2003 bleiben - wenigstens solange, bis die ersten beiden Service-Packs die gröbsten Mängel beseitigt haben (SP 1 kommt irgendwann Anfang 2008 - mein letzter Stand)
Privatanwender:
Privatanwender sollten sich sehr genau überlegen, ob sie wirklich die Professional-Version brauchen und ob sie überhaupt das Microsoft-Produkt benötigen. OpenOffice kostet nichts und reicht für das Schreiben von Briefen oder für das Haushaltsbuch vollkommen aus - allerdings ist es nicht so "hübsch".
Ansonsten tut's für Heimanwender i.d.R. die Home and Student-Version, solange man nicht unbedingt Outlook 2007 benötigt.
Auf Grund der zahlreichen Macken und der Nerven, die mich das neue Office 2007 gekostet hat, kann ich nicht mehr als 2 Sterne für dieses Produkt vergeben. Microsoft hätte lieber ein halbes Jahr mehr Entwicklung reinstecken sollen, statt auf Biegen und Brechen das Office gemeinsam mit Vista auf den Markt zu werfen.