Kundenrezensionen 

Spielend überleben
2008-11-27Das Leben unserer Vorfahren nachzuvollziehen ist in unserer Gegenwart geradezu unvorstellbar. Im Spiel jedoch ist bekanntermaßen alles möglich und Stone Age vermittelt allein schon durch die ansprechende und ganze Geschichten im Kopf auslösende Grafik ein Gefühl für die Zeit vor unserer Zeit.
Im Spiel übernimmt jeder einen Stamm, welcher versorgt und zivilisiert werden muss. Jagen, Sammeln, sesshaft werden sind dabei die zielführenden Vorgaben.
Das Ganze spielt sich auf einem hervorragend gestalteten Plan mit ebensolchem Spielmaterial statt. Die Spielfiguren werden an unterschiedlichen Plätzen platziert, und können dann das dort jeweils Mögliche tun. So werden Ähren geerntet, Beeren gesammelt und Bären gejagt. Dann kann man Hütten bauen oder Zivilisationsfertigkeiten und fähigkeiten erwerben. Und wie im neuzeitlichen Leben auch wird zwischendrin ordentlich gefeiert, was dann freilich Ernährungspunkte kostet.
Das Spiel ist eine tolle Zeitreise in die/unsere Vergangenheit und man merkt schnell, wie komplex auch schon in Urzeiten das Überleben zu regeln war. Ein klasse Spiel für längere Spielrunden, die Wert auf taktische Elemente und Planungsvorgehen legen. Übrigens: da die Regel ein paar Unverständlichkeiten erzeugte, gibt es im Internet eine modifizierte Fassung zum Download. © Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Siedler? Was ist Siedler? Hier kommt Stone-Age....
2008-11-26Wir haben dieses Spiel anfang Novermber gekauft und sind seitdem ständig am spielen. Ob zu zweit oder zu viert das Spiel macht immer Spaß. Meiner Meinung nach macht es sogar mehr Spaß als Siedler, obwohl ich das auch sehr sehr gerne mag und auch oft spiele. Bei Stone-Age sind die Möglichkeiten einfach vielfältiger und du musst genau überlegen, auf welches Feld du dich als nächstes stellst, damit dir niemand eine Karte oder eine Hütte wegschnappt. Vor allem am Ende die doofen Gesichter zu sehen, wenn man mit Hilfe der Karten noch an allen anderen vorbeizieht. Man muss von allem etwas haben um hier zu gewinnen und gerade das macht das Spiel sehr spannend.
Hier hat es sich auf jeden Fall gelohnt so viel geld für ein Spiel auszugeben (Ich habe noch ein bisschen mehr bezahlt als hier bei Amazon!) und ich kann es nur weiterempfehlen!!!

Ein sehr, sehr schönes Spiel... ästhetisch, sehr spannend und abwechslungsreich
2008-10-29Stone Age ist eines der schönsten Spiele, die ich kenne...
1. Ein ganz besonders liebevoll gestaltetes Spielbrett, das sofort Lust macht zu spielen und das Spiel kennenzulernen.
2. Eine absolut vorbildliche Spieleanleitung!!!Sie lässt keine Wünsche offen! Während man die Anleitung liest, durch die man mit kleinen Fotos, Bildern und Erklärungen Schritt für Schritt geführt wird, kann man den Spielaufbau und die Vorbereitungen durchführen und dann auch sofort mit dem Spiel beginnen. Wir haben keine offene oder unbeantwortete Frage gefunden.
3. Das Spielmaterial ist reichlich und sehr schön. Alle Figuren sind aus Holz. Zu den Würfeln wird sogar ein Würfelbecher geliefert und es werden kleine Zipptüten mitgeliefert, in die man das Spielmaterial sortieren und verpacken kann! Ganz großes Lob hierfür an den Verlag! Damit hat man kein Chaos in der Fülle von Material und es ist auch in der Box schon sortiert und geschützt! Hier wurde nicht gespart und das ist selten!
4. Durch die sehr vorbildliche Spielanleitung wird die Einstiegshürde in dieses doch recht komplexe und vielseitige Spiel erleichtert. Jede Spielrunde unterteilt sich in 3 Phasen. Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler 5 Gefolgsleute, die im Laufe des Spieles auf bis zu 10 erhöht werden kann. In der 1. Phase des Spieles werden diese nun abwechselnd auf das Spielfeld gesetzt. Man kann Rohstoffe (Gold, Lehm, Holz und Nahrung...) wählen, oder sich Werkzeuge verschaffen, oder aber neue Gefolgsleute erlangen, Gebäude bauen ... eine Fülle an Möglichkeiten steht zur Verfügung. In der 2. Phase wird mit den gesetzten Figuren produziert. Hier kommen die Würfel und damit auch ein gewisses Würfelglück ins Spiel. Erst produziert ein Spieler komplett, dann der nächste... WArtezeit oder Langeweile kommt hier nicht auf... erstens ist es spannend zu beobachten, wie auch die Würfel die Strategie eines anderen Spielers ins Wanken bringt und zweitens muss man sich schon für die nächste Runde anfangen zu überlegen, wie man weiter vorgehen will und wie man auf die Ergebnisse taktisch reagiert. In der 3. Phase müssen dann die Gefolgsleute ernährt werden. SChafft man dies nicht mit der produzierten Nahrung gibt es 10 Minuspunkte!!!! Das Ernähren ist ratz fatz abgewickelt und auch hier kommt keine Wartezeit oder Langeweile auf.
4. STone Age bietet eine Fülle an Möglichkeiten zum Ziel zu kommen. Es beinhaltet eine Menge Möglichkeiten auf das Spiel Einfluss zu nehmen: durch eigene Rohstoffproduktion, Blockieren von Gebäuden oder Rohstoffen für andere Spieler, Karten, die eingesetzt werden können... ein sehr abwechslungsreiches Spiel, welches Taktik und Glück (durch Würfelergebnisse insbesondere) beinhaltet. Klar, das Würfeln kann einem manchmal Ergebnisse bescheren, die man lieber nicht gehabt hätte... aber man ist immer wieder in der Lage einen misratenen Wurf wieder auszugleichen!!! Man muss nur flexibel genug spielen und darf trotzdem nicht auf eine Strategie und Planung verzichten!
Ein ganz besonders schönes und gutes Spiel!!! Wir haben es gleich an einem Abend 4 mal hintereinander gespielt, weil es uns so gut gefallen hat! Kinder sollten schon etwas Erfahrung im Bereich von Strategiespielen haben. Verfügen Sie nicht hierüber, dann kann man es aber in diesem Spiel auch sehr gut als Anfänger erlernen oder erste Erfahrungen damit sammeln. Stonge Age berücksichtigt in der Anleitung, wie viele Spieler spielen und bietet entsprechende Regelvarianten an.
Alles in allem ein rundum gelungenes (auch Familien-) Spiel.

Das beste Spiel 2008
2008-10-22Stone Age macht sehr viel Spass. Für uns Gelgenheitsspieler ist es das beste Spiel des Jahres 2008. Bei verschiedenen Spieletreffs haben wir die Möglichkeit eine Vielzahl von Brettspielen zu testen. Nach dem wunderbaren Säulen der Erde, samt gelungener Erweiterung im Jahr 2007 ist Stone Age das mit Abstand interessanteste und beste Spiel.
Wir haben bisher mit 4 und 2 Spielern gespielt. Super ist, dass es tatsächlich keine Strategie gibt die überragend ist. Einzig der totale Verzicht auf das Hüttenbauen macht das Siegen schier unmöglich.
Das Würfeln kann man durch genügend Stammesangehörige, bzw. ausreichend Werkzeuge beeinflussen. Da jeder Spieler immer nur 1 Aktion auswählt wenn er dran ist und dann gleich der nächste Spieler kommt, hat man keine langen Wartezeiten.
Fazit: tolle Grafik, hervorragendes Spielmaterial und ein nahezu perfekter Mechanismus führt dazu, dass wir fast nur noch Stone Age spielen.

Würfelorgie
2008-09-05Wer ein bisschen häufiger mit Spielen zu tun hat, hat es schon längst gemerkt. Stone Age" ist auf dieselbe Schule gegangen wie bereits Maestro Leonardo", Die Säulen der Erde", Caylus" oder Agricola", allerdings ein paar Klassen tiefer, denn der Anspruch im Vergleich zu den Kollegen liegt deutlich niedriger. Den wichtigsten Mechanismus des Würfelns um die verschiedenen Rohstoffe haben selbst Wenigspieler sehr schnell begriffen, die restlichen Konzepte mit den Werkzeugen, dem Ackerbau und den Karten sind dann nicht mehr viele und auch keine schweren.
Und doch liegt diesem Prinzip kein geringer taktischer Anspruch inne, denn man muss im Konkurrenzkampf gegen die anderen sehr gut überlegen, welche Felder man zuerst für sich beansprucht - schließlich werden begehrte Karten, Hütten und Positionen auf dem Spielplan schnell belegt sein. Außerdem muss man sich Partie für Partie neu überlegen, wie man diesmal vorgeht, schließlich zahlt es sich aus, für die eigenen Siegpunkte eine klare Linie zu fahren. So kann man sich viele Hütten bauen und hoffen, dass der Vorsprung dadurch bei der Endwertung ausreicht. Oder man holt sich viele Werkzeuge und dazu passende Zivilisationskarten, mit denen man zum Schluss besonders viele Punkte macht. Man kann vor allem auf Ackerbau setzen, oder man fährt die gefürchtete Hungerstrategie, in der man jede Runde zehn Minuspunkte für die mangelnde Ernährung des eigenen Volks kassiert, für die Nahrungssuche aber auch keine Männchen mehr abkommandieren muss. Einfaches Drauflosspielen reicht in Stone Age" tatsächlich nicht aus, wenn man gewinnen möchte. Im Laufe der Partie muss man sich konsequent in eine Richtung entwickeln und diese ausbauen, um die besten Chancen auf einen Sieg zu haben. Dabei gilt es natürlich auch, die Gegner möglichst geschickt zu blockieren.
Das klappt in der Familie wunderbar und macht eine Menge Spaß - wer hat schon keine Freude daran, viele Würfel mit einem Würfelbecher zu schmeißen? Profizocker, natürlich. Die sollten Stone Age" dennoch unbedingt eine Chance geben, denn obwohl das Spiel wohl kaum Innovationspreise abräumen dürfte, so bringen die Würfel als (beeinflussbares) Zufallselement doch ordentlich Pepp ins Spiel und der strategische Grundanspruch stimmt.
Die Sache hat dabei jedoch leider ein großes Problem: Stone Age" dauert für das, was es ist, leider fast immer zu lang. Eine Partie zu viert wird anfangs meist mit eher zwei Stunden zu Buche schlagen anstatt der angegebenen 90 Minuten. Und dann gibt das Würfeln und Eintauschen gegen Hütten und Karten meist auch nicht mehr viel her. Die für ein Familienspiel doch recht lange Dauer wird Stone Age" dann auch den eigentlich verdienten Titel Spiel des Jahres 2008" gekostet haben. Vor allem die Ausstattung mit den vielen kleinen Holzressourcen, der tollen Grafik von Michael Menzel und sogar einem eigens enthaltenen Würfelbecher ist allererste Sahne. Außerdem sind die Regeln gut geschrieben und unkompliziert, Lücken gibt es keine. In der neuen Auflage des Spiels passen die vielen Materialien jetzt auch endlich in die vergrößerte Schachtel rein.
Hätte man Stone Age" in seiner Länge auf ungefähr 60 Minuten gekürzt, wäre es ein perfektes Strategiespiel für Familien und ein sehr gutes für Vielspieler geworden. Aber auch so ist es immer noch eine tolle, taktisch ansprechende Würfelorgie, für die sich Hans im Glück absolut nicht schämen braucht, ja auf die er sogar stolz sein kann.